Kutna Hora

Münzwesen in Kuttenberg

Prager Groschen, der hier seit dem 13. Jahrhundert geprägt wurde, bildete seinerzeit die stabilste europäische Währung. Er galt im ganzen Königreich und wurde auch in Polen, Ungarn und Österreich benutzt. In Kuttenberg gab es an zweihundert Münzpräger und von dem Lärm, den sie beim Prägen erzeugten, musste den Berghauern quer gehen. Vielleicht aber klang ihnen das Münzengeklimmper als himmlische Musik.

In dieser Zeit galt, dass eine Münze den Preismaßstab darstellen sollte. Wenn man als Zahlungsmittel Blumen und Steine oder wie heute „Papier“ benutzte, wäre es zwar nett, aber mit einer politischen Änderung hätte das Zahlungsmittel seinen Wert verloren. Im Vergleich zum Papier kann man die Münzen nämlich zerschmelzen und das Edelmetall dann verkaufen. Die Münzen mussten deshalb genaue Silbermenge beinhalten und dazu sollten sie auch  möglichst lange Nutzdauer haben. In die Münzpräge wurde reines Silber gebracht, aber das ist weich und in den Münzen wird es schnell glatt. Damit es härter wurde, nutzte man Kupfer, das man in die Legierung im Verhältnis 1 Teil Kupfer und 16 Teile Silber mischte. Die Mischung wurde dann in durch Wasser gekühlte Behälter gegossen, in denen sie in Silberstäbe geformt wurde. Die Stäbe wurden weiter in größere Silberplatten ausgehämmert. Die Platte, die auf der ganzen Fläche gleich dick sein musste, wanderte dann zum Schneider. Er hat sie zuerst in Vierecke und dann in die Münzform geschnitten. Während jedes Prozesses wurde der Feingehalt überprüft. Die Schnittplatte wurde in einer Weinstein- und Salzlösung ausgeblichen und wanderte dann vom Schneider zum Präger, der sich um die Prägung kümmerte. Noch vor der Münzpräge musste man die Platte erwärmen, das machte meistens der Prägergehilfe. Er nahm sie in die Zange, hielt sie über dem Feuer und erst dann legte er sie dem Präger zwischen die Prägeisen. Der Münzmacher war unter den Bergwesenberufen ein richtiger Herr. Er musste in den Armen ein außergewöhnliches Gefühl haben. In der größten Blütezeit der Kuttenberger Münzprägung arbeiteten hier zwölf Münzer und jeder von ihnen war fähig täglich bis zu zwei Tausend Münzen zu prägen. Zusammen machte es auf dem Welscher Hof 24 Tausend Prager Groschen. Nur für Ihre Vorstellung: eine Henne kostete damals 1 Groschen und für ein Pferd hätten Sie 400 Groschen ausgegeben. Für die 24 Tausend hätten Sie also ein ziemlich schönes Haus und vielleicht auch einen kleinen Palast. Oder auch 24 Tausend Hennen. Gut, oder?


Pražský groš Václava II
Prager Groschen Wenzels II

Pension Sedlec
Preis ab: 8.8 € Person/Nacht
Hotel Kréta
Preis ab: 19.2 € Person/Nacht
Hotel Zlatá Stoupa
Preis ab: 30.0 € Person/Nacht
Hotel Opat
Preis ab: 53.0 € Person/Nacht
Pøidat hotel 
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