Kutna Hora

St. Barbaras Dom

Der Dom der hl. Barbara wurde ein bisschen aus Trotz gebaut. Über dem linken Ausgang sehen Sie eine Plastik eines Bergbauers, der mit dem Rücken zur Stadt gedreht ist und seine Kutte so hält, dass sie ein bisschen seinen Hinterteil aufdeckt. Er wurde hierher in der Zeit plaziert, als Kuttenberger Unternehmer gegen die Königsvertreter standen, aber man kann ihn auch als ein universaler Symbol annehmen. Barbara sollte dem nahe liegenden Dom in Sedlec und auch Prag konkurieren.

Mit dem Bau fing man im Jahre 1388 an und sein erster Architekt war wahrscheinlich Jan Parléø. Der Dom wuchs sehr schnell und für seinen Bau benutzte man den Sandstein aus den naheliegenden Steinbrüchen. Er beinhaltet viele Muscheln, die man, wenn man näher tritt, sehen kann und die aus der Zeit stammen, als es hier noch Wasser und Fische gab. Schon vier Jahre nach dem Bauanfang wurden 15 Altäre geweiht und für jeden ein extra Priester bestimmt. Bis zu den Hussitenkriegen erreichte der Bau fast die Hälfte der heutigen Größe und dabei blieb er bis zum Jahre 1547. In dem Jahr wurde das mittlere Schiff eingewölbt. Bis zu dieser Zeit regnete es hinein, was weder den Menschen noch dem Dom gut tat.  Kutna Hora mangelte es auch an Geld und deshalb entschieden sich die lieben Berghauer, dass sie den Bau vorzeitig beenden. In dem ursprünglichen Projekt sollte der Dom mindestens doppelt so lang sein und diese Asymetrie wirkt drinnen etwas komisch. Besonders, wenn man weiß, wie die Berghauer auf Barbara stolz sind.

Weitere Instandsetzung folgte bis zum Jahre 1905. Dies bedeutet, dass Barbara mehr als 500 Jahre auf ihre Fertigstellung wartete. Während der langen Zeit versammelten sich trotzdem die Stadtbewohner zu Gottesdiensten und beteten zu ihrer Schutzheiligen. Sie beteten zu ihr auch unter der Erde, besonders bei Einstürzen. Sie konnte die Berghauer aus hoffnungslosen Situationen retten. Viele Geschichten wurden in Kuttenberg weitergegeben. Sie öffnete ihnen den harten Felsen, leuchtete im Dunkeln oder zeigte den Weg. Oben einen Dom zu haben bedeutete sich unten einen Schutz zu gewähren oder mindestens die Hoffnung. Übrigens Sie können auch beten. Falls Sie den Besuch des hiesigen Bergwerkes hinter sich haben, können Sie ihr Dank erweisen und falls sie ihn noch vor sich haben dann einfach für die Sicherheit.

Die bewundernsten Erscheinungen des Doms bleiben für die Besucher aber versteckt. Dome wurden nicht nur für menschliche Augen gebaut, sondern wurden Gott geweiht und die interessantesten Sachen ganz oben plaziert. Mit einem Fernglas können Sie über den Stegen auf den Pfeilern fantastische Fauna bewundern, die durch Chimeren, Fledermäuse, Demonen, Harpyän, Frösche oder beflügelte Schafsböcke gebildet ist. Auf einem südlichen Pfeiler finden Sie auch einen Affen mit Orange. Es handelt sich um die erste plastische Abbildung dieser Obstsorte bei uns. Drinnen erleben Sie eine durch gedämpfstes Farblicht der Vitragen angenehme Atmosphäre und vollkommene Akustik. Hier werden Orkelkonzerte veranstalltet und natürlich finden hier regelmäßig Gottesdienste statt.

Info

Öffnungszeiten:
täglich geöffnet
November - März 10:00 - 16:00
April - Oktober 09:00 - 18:00
(Die letzte Besichtigung 30 min vor der Schließzeit.) 

Eintritt:
Erwachsene 60,- Kè
Kinder, Studenten 40,- Kè

Kontakt:
Telefon: +420 327 512 115 (Pfarrhaus)

Pension Sedlec
Preis ab: 8.8 € Person/Nacht
Hotel Kréta
Preis ab: 19.2 € Person/Nacht
Hotel Zlatá Stoupa
Preis ab: 30.0 € Person/Nacht
Hotel Opat
Preis ab: 53.0 € Person/Nacht
Pøidat hotel 
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